Hut ab, liebes Universum!

Reiseerlebnisse
// 15. Oktober 2015
// Hamburg City • I-Gespräch Nr. 40

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Sie sind heimtückisch wie eh und je! Diese Tage, von denen man gar nichts Besonderes erwartet und die einen überraschen und überraschen bis es sich anfühlt, als hätte man eine ganze Wagenladung voller Brause verschluckt.

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fair trade shopEs waren mal wieder Taschen, die mir den Laden sofort beim Vorbeigehen ins Auge haben springen lassen und mich ‘reinzogen. In dem „fair trade shop“ in der Rathaus-Passage in Hamburg gibt es neben fair angebauten Lebensmitteln und second hand-Kleidung vor allem auch Mode von kleineren, meist Hamburger Designern. Zwei der drei Taschenlabels, die hier vertrieben werden, sind – WUMM – Upcycling-Produkte und für meinen Bauch die erste kleine Brauseexplosion.

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Erdal leitet den Laden und sprudelt nur so vor Informationen und Namen bei unserem kleinen, besonderen Plausch. Kurz darauf im Gespräch mit ihm die zweite Explosion: – WUMM – „Ich würde ja gerne mal eine Deiner Taschen sehen. Du musst da noch gar nicht so viel Arbeit investieren. Wir können die doch einfach hier mal ins Schaufenster stellen und schauen, was passiert. Oft entwickeln sich Produkte auch mit den Kunden. Wenn sie eine Tasche in die Hand nehmen, dann sagen sie Dinge wie „Die hätte ich aber gerne in …“ oder „Hier fehlt mir noch …“ und dann geben wir das an die Designer weiter und die integrieren diese Rückmeldungen.“, erklärt er.

IMG_7419_500x„Ja, mach das doch einfach! Ich würde Dich gerne fördern.“ kommentiert Erdal meinen Wunsch, mich mit Taschen selbstständig zu machen und dies mit einem wie auch immer gearteten sozialen Projekt zu verknüpfen. – WUMM – Brauseexplosion die Dritte.

Mit einer Hinz&Kunzt-Zeitung, einem hammer Kontakt und einem kleinen Feuerwerk im Bauch verlasse ich den Laden ca. eine Stunde später und will einfach nur noch schnell nach Hause. Meinen Gedanken freien Lauf lassen, meine Taschenbilder im Kopf auf’s Papier bringen und mir selbst gestatten, meinem langgehegten Traum eines eigenen Taschenlabels Raum zu geben. Manchmal fühlt es sich so an, als müsste ich die Schublade nur aufziehen und alles wäre schon da: der Name, die Modelle, wichtige Kontakte. Aber im Grunde genommen ist das Meiste nur in meinem Kopf.

Und ich merke: ‘RAUS DAMIT! ‘Raus aus meinem Kopf und ‘rein in I-Gespräche zum Thema Selbständigkeit Taschen, Design, Produktion, Vertrieb, soziale Projekte in Verbindung mit Nähen. Los los los! Denn die Taschen lassen mich nicht los. Seit sieben Jahren nicht. Es wird Zeit! Und wann, wenn nicht jetzt?!

DANKE, ERDAL!

Ach, und das war nur das Sahnehäubchen des Tages, denn am Vormittag war ich schon als Kundin von Jugendlichen, die Selbständigkeit ausprobieren, unterwegs. Mehr dazu im vorigen Post. Und dabei habe ich tatsächlich einen alten Kommilitonen aus meinem Mediendesign-Studium getroffen. Einer von 1,7 Millionen Bürgern in Hamburg und ich treffe ihn einfach so auf der Straße. Hut ab, liebes Universum – Du bist echt fit!

ALBUM ZU DIESEM POST
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